Sometimes I hear the plants whisper: Objekte und Installationen von Karine Bonneval

Ausstellung im Botanischen Museum Berlin
Freitag, 29. Juni 2018 bis Sonntag, 2. September 2018

Wie steht es um unsere Empathie gegenüber dem Nicht-Menschlichen? Die französische Künstlerin Karine Bonneval beschäftigt sich mit der Andersartigkeit von Pflanzen und den komplexen Interaktionen, die Pflanzen und Menschen trotz getrennter Reiche miteinander verbinden. Was wäre wenn wir Pilzen beim Wachstum zuhören könnten? Können wir unseren Atem mit Bäumen austauschen? Bonnevals Arbeiten tasten sich an mögliche Verbindungen zwischen Umgangssprache und Technologie heran. Seit 2014 hat sie zusammen mit verschiedenen Gruppen von Wissenschaftlern gearbeitet, darunter auch der Forschungsgruppe für Pflanzenökologie an der Freien Universität Berlin unter der Leitung von Matthias Rillig. Zusammen haben sie Projekte entwickelt, die innovative Forschungsfragen und neueste Methoden auf dem Gebiet der Bioakustik, Mikroskopie und thermischen Bildgebung.

Während ihres „Artist in Residence“-Aufenthaltes am Botanischen Garten im Frühjahr 2018 wird sich Karine Bonneval in ihrer künstlerischen Forschungsarbeit mit der Königin der Wasserpflanzen auseinandersetzen: der Riesenseerose Victoria amazonica. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen werden gemeinsam mit anderen Objekten, Sound- und Videoinstallationen in der Ausstellung im Botanischen Museum gezeigt. Ihre Arbeiten sind in besonderer Weise den „ernsten“ Naturwissenschaften verpflichtet, zugleich reflektieren sie aber auch jedoch in einzigartiger Weise den fragilen und poetischen Charakter und Poesie von Begegnungen und Interaktionen zwischen Mensch und Pflanze reflektieren.

Karine Bonneval ist vom 16. April bis 25. Mai « Artist in Residence » 2018 am Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin.

Meet the Artist in Residence:

  • Offenes Atelier von Karine Bonneval (Schulklassen willkommen! Austausch in englischer Sprache)
    Besuch bei der Künstlerin Karine Bonneval im offenen Atelier, den Fortschritt ihrer künstlerischen Arbeiten verfolgen und sich mit ihr auf Englisch über das Verhältnis von Kunst und (Natur)Wissenschaft austauschen.
    Donnerstags 10-12 Uhr: 26.4., 3.5., 10.5., 17.5. + 24.5.2018
    Sonntags 14-16 Uhr: 29.4., 6.5. + 20.5. 2018

    Ort: Offenes Atelier im Botanischen Museum (Sonderausstellungsraum)
    Kosten: Museumseintritt 2,50 €, ermäßigt 1,50 €
    Keine Anmeldung erforderlich.
  • Spaziergang „Listen to the trees“ mit Karine Bonneval (deutsch und englisch)
    Die Gelegenheit, Methoden und Arbeitsweisen der Künstlerin auch praktisch kennen zu lernen: Auf einem Spaziergang im Arboretum des Botanischen Gartens wird die Sprache der Bäume mit Hilfe von bioakustischen Geräten hörbar gemacht.
    Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, den 13.5.2018, 14 bis 16 Uhr
    Treffpunkt: Offenes Atelier im Botanischen Museum (Sonderausstellungsraum)
    Kosten: Garteneintritt 6,00 €, ermäßigt 3,00 € (Museum inklusive)
    Keine Anmeldung erforderlich.

Ausstellung:

«Sometimes I hear the plants whisper», Ausstellung von Karine Bonneval zur Residency
29. Juni bis 2. September 2018 
Ort: Botanisches Museum Berlin, Sonderausstellungsraum
täglich 9-19 Uhr (Ausnahmen siehe hier)

Zur Künstlerin http://www.karinebonneval.com/

Unser « Artist in Residence » Programm startete 2015 mit Aufenthalt und Ausstellung der ukrainischen Künstlerin Viktoriia Teletien. Es folgte der flämische Künstler Mark Swysen in 2017. Die Französin Karine Bonneval ist bereits die dritte internationale Künstlerin, die für zwei Monate im Gästehaus des Botanischen Gartens wohnt und sich von der besonderen Atmosphäre des Ortes künstlerisch inspirieren lässt. Die Arbeiten, die während ihrer Residency entstehen, werden ebenfalls in dieser Ausstellung zu sehen sein.

dendromacy (© Karine Bonneval)

listen to the soil (© Karine Bonneval)

listen to the soil 2 (© Karine Bonneval)

Eintrittspreis(e) 
Normaler Museumseintritt 2,50 €, ermäßigt 1,50 € (bei Garteneintritt 6,00 €, ermäßigt 3,00 € ist Museumseintritt inkl.)
Veranstaltungstyp